Kakaozeremonien

Vor ca. 3 Jahren kam ich dank meines Berliner Freundes Steffen Günther von Planetary-Cymatic-Resonance zum ersten mal mit der heilenden Kraft der Kakaopflanze in Kontakt. Sofort verliebte ich mich in die sanfte, herzöffnende Wirkung dieser Deva und machte es mir zur Mission, ihre rituelle Verwendungsweise in die Welt hinauszutragen.

Inspiriert durch Kakaozeremonien von Alma Omega und Jens Kaufmann begann ich 2017 zunächst in kleineren Kreisen unter Freunden mit der Praxis meiner eigenen Zeremonien. Nachdem diese schnell Anklang fanden, fing ich an, auch in spirituellen Zentren und Singkreisen diesen doch noch sehr unbekannten Ritus weiter zu verbreiten. Im Sommer 2018 hielt ich viele Zeremonien auf Festival- und Open-Air-Veranstaltungen und bekam laufenden Zuwachs. An der letzten Zeremonie nahmen über 50 Menschen teil und die Nachfrage nach dieser Medizin steigt.

Die Kakaodeva ist ein sehr magischer Pflanzengeist. Alten Legenden der Maya zufolge kommt sie immer dann zu den Menschen, wenn diese Gefahr laufen, sich zu weit von sowohl der inneren als auch der äußeren Natur zu entfremden. Für ebenjene Maya, aus deren Herkunftsgebiet die Pflanze stammt, war der Mais die Nahrung der Menschen und Kakao die Speise der Götter. Heutzutage finden wir Kakao vornehmlich in Schokolade oder als Backkakao. Der Nachteil von dieser industriellen Verarbeitung (mal abgesehen von der Entweihung des Kakaos als Ritualmedizin) liegt in der Trennung von Kakaobutter und Kakaopulver. Genau dabei werden die Tryptamin- und Koffein-haltigen Öle des Kakaos zerstört. Somit lässt sich die anregende, glücksspendende Wirkung in der Schokolade nur noch erahnen.

In meinen Zeremonien verwende ich daher ausschließlich Rohkakao aus Peru oder Bali, auf nachhaltige Art und Weise angebaut und unverarbeitet. Bereits 40g der Masse reicht für eine zeremonielle Dosis aus und gemischt mit Chili, Zimt und Kardamom entfaltet sie ihre Wirkung am besten. Es werden vor allem das Sakralchakra, das Herzchakra und das Dritte Auge angeregt, was sich in einem (platonischen, aber auch sexuellen) Verbundenheitsgefühl zu sich selber und seinen Mitmenschen äußert, dadurch wird ein Tranceeffekt der Teilnehmer/-innen begünstigt. Als Zeremonienmeister versuche ich einen solchen Tranceeffekt durch gemeinsames Summen, Gesang und Tanz herbeizuführen. Situationsbedingt wende ich unterschiedliche Techniken dazu an, von einem chakrenanregenden Vokal-Summen und -Singen über Spirit Chants bis hin zu improvisatorischen Trommelkreisen, bei denen die Teilnehmer/-innen trommeln, tanzen oder beides zusammen. Zu Beginn lade ich dazu ein, sich eine kleine Intention oder Fragestellung zu überlegen, mit der man während dieser Erfahrung arbeiten will. Eine meditative Wirkung entfaltet sich meiner Erfahrung nach am besten in Verbindung mit Bewegungen wie Gesang und Tanz. Das enthaltene Koffein scheint es den Teilnehmer/-innen schwer zu machen, sich in eine reglose, stille Versenkung zu begeben, doch genau aus diesem Grund sind solche Zeremonien perfekt geeignet für Festivals und Open-Airs. Anstatt sich mit übermäßigem Drogenkonsum von sich selber zu entfremden, bekommen die Teilnehmer/-innen eine Möglichkeit der bewussten Herbeiführung einer Ekstase mithilfe der Kakaodeva geboten. Immer wieder sehe ich mit Freude, wie zunächst verschüchterte Party-Gänger mit Suchthintergrund ein wenig skeptisch, aber interessiert ihren ersten Kakao zu sich nehmen und dann nach einer halben Stunde aus voller Inbrunst ein „Mother I feel you“ mitsingen. Für sie eröffnet sich durch den Kakao eine neue Welt des Zelebrierens abseits des reinen Konsumfeierns.

Lasst uns also zusammen mit dem Kakao-Spirit singen, tanzen und feiern für mehr Licht auf unserem Planeten!

kakao