Die Vision: Tune in & Drop out

Beim Schreiben meiner Songs geht es mir hauptsächlich um die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Und zum modernen Menschen gehören natürlich auch Maschinen! Dass sich aufgenommene Naturgeräusche wunderbar mit maschinellen Effekten manipulieren und ergänzen lassen, steht für mich außer Frage. Einen fetten Sound hat das Ergebnis zumindest. So verwende ich gerne Hall- und Flanger-/Phaser-Effekte für meine eingespielten Trommel-Grooves, ebenso wie Distortion und Phaser für meine Vokalaufnahmen. Die Kickdrums sind meistens synthetischer Natur, ebenso wie die Basslines, oft jedoch gibt das Grounding auch eine Rahmentrommel. Geräusche, die ich in der Natur mit meinem Field Recorder aufnehme, haben mindestens genauso viel musikalisches Potential, wie eine live eingespielte Gitarren-Spur. Schließlich sind sie stimmungsgebend und was ist Musik anderes als Stimmung?

In jedem meiner Songs geht es mir darum, eine Atmosphäre zu schaffen, eine eigene Welt aufzubauen, einen Moment einzufangen und dadurch unendlich zu machen. Jedes Stück ist wie eine kleine Erzählung meiner Seele.

Das Gefühl, welches ich in mir spüre, wenn ich einen Beat mache, wird von diesem verkörpert, egal mit welchen Mitteln. Der Gedanke, den ich im Kopf habe, während der Beat läuft, wird zum Ausdruck gebracht, egal mit welchen Mitteln. Die Energie, die ich live beschwören will, wird beschworen, egal mit welchen Mitteln.

Die Frage danach, was zuerst entsteht, Beat oder Text, ähnelt der Frage nach dem Huhn und dem Ei. Auf jeden Fall ist es immer anders, manchmal habe ich eine einzige Textzeile im Kopf und davon inspiriert entsteht der Beat, zu dem ich dann weiterschreibe, manchmal liegt ein Beat monatelang nur auf meiner Datenbank bis er Verwendung findet und manchmal bleiben Texte auch einfach nur Texte. Wenn ein Beat und ein Text zusammengehören, finden sie auch zusammen.

In meinen Songs verarbeite ich Zukunftsvisionen genau so wie Vergangenheitserfahrungen, vermittle Wissen und stelle Fragen. Sie stellen ein breites Spektrum von der Repräsentation der Neo-Hippie-Szene bis hin zu meinen eigenen inneren Reisen dar.